Das Entscheidungsfenster nicht überstrapazieren –

Mut und Entschlossenheit sind gefragt☝🏼


Die Grundlage für Entscheidungen sind Informationen – egal, ob auf dem Spielfeld, im Alltag oder im Berufsleben.

Erst mit einer hinreichenden Wahrnehmung kann ich Situationen analysieren und Entscheidungen treffen. 

Das Problem dabei:

Wann hat man alle Informationen oder zumindest ausreichend viele Informationen, um eine Entscheidung treffen zu können?

Oft sind es nur 2-3 Sekunden. Elfmeter oder weiterspielen, selbst bei kleinen Entscheidungen wie Eckstoß oder Abstoß. Sofort richten sich alle Augen gespannt auf den Schiedsrichter und eine Erwartungshaltung baut sich auf. Zögern, weiter analysieren, abwarten kostet ab jetzt viel Akzeptanz. Denn die Zuschauer interpretieren das als unentschlossen, unsicher und zögerlich. 
Jeder erwartet eine Entscheidung! 

So kann eine vertretbare oder schlimmstenfalls sogar eine richtige Entscheidung, die zu spät getroffen wurde, zu keinerlei Akzeptanz führen, weil der Zeitpunkt verpasst wurde! Im schlimmsten Fall hat es Auswirkungen auf das gesamte Spiel, da die Entscheidungskompetenz ab dann angezweifelt wird.

Als Schiedsrichter muss ich deshalb spüren, wann der richtige Zeitpunkt für die Entscheidung gegeben ist und wieviel Zeit ich zur Verfügung habe. 
Die Analyse der Situation und der Austausch im Team muss schnell, präzise und klar abgestimmt verlaufen.
Das gute hierbei: das lässt sich erlernen sowie mit klaren Prozess- und Kommunikationsstrukturen vorbereiten und steuern.

Im Berufsleben ist das Zeitfenster zwar nicht wenige Sekunden, aber auch hier gilt das Entscheidungsfenster. 
Die Auswirkungen sind ähnlich schwerwiegend:

Abwarten, absichern, aufschieben erlebe ich hier oft als Ausrede dafür, dass keine Entscheidung getroffen wird. Das äußert sich in einer unkoordinierten Informationswelle - vielfach sogar in einer Überanalyse. All das kostet Zeit und die ist kostbar.
 
Unentschlossenheit, fehlender Mut sowie ausbleibende Verantwortungsübernahme sind es, die dazu führen, dass Entscheidungen nicht getroffen oder aufgeschoben werden. Dabei müssen wir erkennen, dass es keine vollkommene Entscheidung geben wird. Vielmehr muss ein Unternehmen seinen Mitarbeitern den Raum geben, mutig und zupackend zum Wohle des Unternehmens zu agieren. 

Wenn wir es nicht tun, entscheiden andere für uns. Das führt zur Fremdbestimmung und zwangsläufig in ein Umfeld, in dem wir dann nur noch reagieren anstatt zu agieren.

"Das schlimmste in allen Dingen ist die Untentschlossenheit" sagte einst Napoleon. Die Zeit des Abwartens ist daher vorbei! 

Mut, Entschlossenheit, Verantwortungsbereitschaft sowie klare Entscheidungsprozesse ebnen den Weg für eine zukunftsorientierte und selbstbestimmte Zukunft! Packen Sie es an!